Salzburger Restabfallanalyse
Fast drei Viertel unseres Restmülls sind eigentlich gar kein Müll!
Etwa alle fünf Jahre wird der Restmüll der Salzburger Haushalte umfassend untersucht. Für die jüngste Erhebung wurden im Herbst 2024 sowie im Frühling 2025 insgesamt 174 Einzelproben aus 24 Gemeinden unterschiedlicher sozio-ökonomischer Strukturen entnommen und analysiert. Insgesamt entsprach dies rund 3,4 Tonnen Restmüll.
Das Ergebnis: Nur 26,8 % des Inhalts waren tatsächlich Restmüll, während rund 42 % als potenziell recyclebar eingestuft wurden. Damit landen nach wie vor viele Wertstoffe und wiederverwertbare Materialien in der falschen Tonne.
Besonders auffällig ist der steigende Anteil an Lebensmittel- und Bioabfällen. Mit 34,6 % machen biogene Abfälle inzwischen mehr als ein Drittel des Restmülls aus – ein Anstieg um weitere 4,5 Prozentpunkte gegenüber der letzten Analyse. Rund 13 % davon sind vermeidbare Lebensmittel-abfälle, also Nahrungsmittel, die gar nicht hätten weggeworfen werden müssen.
Die Analyse zeigt daher klar: Bewusster einkaufen, Lebensmittel gezielter verwenden und Abfälle konsequent trennen sind zentrale Schritte, um Restmüll zu reduzieren. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Restmüllmenge zu senken, Ressourcen zu schonen und die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Salzburg hat hier noch großes Potenzial – nutzen wir es gemeinsam.
